Gießkeramik

Mit einmaligem Aufwand unendlich viele Figuren herstellen zu können: Das macht den Charme der Gießkeramik aus

Bei der Gießkeramik benutzt man speziellen Gießton und eine Gießform. Die Gießform ist meistens aus Gips und muss vor dem Benutzen gereinigt werden, da Verunreinigungen am Werkstück sichtbar werden. Tonreste an den Stellen, an denen die zwei Hälften der Gießform aufeinander liegen, würden verhindern, dass die Form fest schließt. Die Folge davon wären unschöne Gießnähte. Bei einigen Formen sollte beim Öffnen später eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden, weil sich das Werkstück so besser entnehmen lässt. Ist dies der Fall, ist es sinnvoll, die jeweilige Hälfte der Form entsprechend zu kennzeichnen. Die gereinigte Form wird nun zusammengesetzt und mit Gummi-, Verschluss- oder Spannbändern sicher fixiert. Die Wanddichte ist ebenfalls wichtig. Als grobe Richtlinie gilt, dass die Wandstärke bei kleinen Werkstücken etwa 4mm, bei mittleren Werkstücken rund 5mm und bei großen Werkstücken gute 6mm betragen sollte. Ist dies der Fall, kann die Form ausgegossen werden, ist die Wandstärke geringer, muss erst noch nachgegossen werden.

Gießkeramik
Gießkeramik

Das Eingießen

Nun gießt ihr die richtige Menge Ton in die Form. Ihr müsst darauf achten, dass ihr keine Luft einschließt. Am besten gießt ihr den Ton also entweder an den Seiten ein, oder benutzt einen Holzstab als Hilfsmittel. Der Gips entzieht dem Ton Feuchtigkeit. Daher müsst ihr Ton nachgießen wenn die Oberfläche unter den Anfangswert sinkt. Wenn ihr eure Form nicht komplett voll machen wollt, markiert ihr euch am besten die Stelle der Oberfläche. Wie lange der Ton in der Form bleiben muss, wird auf der Verpackung angegeben. Nun könnt ihr das Werkstück mit dem Einfülloch nach unten auf einen Lattenrost stellen, so kann der überflüssige Ton abtropfen.

Das Herausholen

Um den Ton herauszunehmen, wird die Form so positioniert, dass die Linie zwischen den beiden Formenhälften waagerecht verläuft. Danach schneidet ihr mit einem Ausschalmesser den Ton im Einfüllstutzen heraus. Nun löst ihr die Spannbänder und nehmt die obere Form ab.

Fertig! Viel Spaß mit ihrem Endprodukt

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